Mein erstes Mal - München 15.10.2000
Das Wetter war super. Die ganze Meute sprühte vor "Lauffreude". Ich war sehr nervös und wusste nicht wie. Einfach nur ein Bein vor den anderen setzen und schon ging es los. Bei km25 ging es mir schon schlecht - irgendwo in der Botanik musste man dann die nächsten 12 km absolvieren - da streikte mein Sinn nach Sinn - und ich ging ein Stückchen. So richtige Lust hatte ich dann irgendwie auch nicht mehr (bildlich gesprochen nach dem Stil "Rüdiger Hoffmann") und irgendwie . . . ich weiß auch nicht - kam ich dann doch ins Ziel und das war schön. Wo war der Endorphin-Hyper-Super Effekt? Trotzdem, toll - so gehts vielleicht "anderen" nach dem "ersten Mal" . . .


Wien Marathon am 06.05.2001
Ein Marathonlauf unter historischer Kulisse. Mir hat die bessere Versorgung gut gefallen und außerdem muss man sich ja mal international repräsentieren . . . Insgesamt schöner Lauf, wenn die lange Steigung nach dem Prater bei km32 nicht wäre. An dem Teil bin ich zerbrochen. So 2 bis 3 km leicht bergauf - da zog ich es vor einen Spaziergang zu machen und danach kommt man einfach nicht mehr so richtig in Fahrt. Es ging aber auch anderen so und da lässt man sich leicht zum Nichtstun anstecken.


Münchener Medienmarathon am 14.10.2001
Die geänderte Streckenführung macht das Laufen schon etwas leichter, auch wenn die Streckenlänge bleibt, besonders die Schlussstrecke im Olympiapark gibt dem Läufer noch mal Reserven frei. Angenehm ist es auch am Stachus durch die Menschenmengen zu hecheln (nur nicht schneller laufen!!). Der richtige Marathon beginnt eigentlich nach dem englischen Garten bei km27.
Mir ging es eigentlich bis km35 (in 3 Stunden) ganz gut, dann zahlte sich die schlechte Vorbereitung auf lange Läufe voll aus und ich musste für meine Nachlässigkeit büßen. Im Olympiapark gab mir ein Zuschauer bei km 38, wohl eher aus Mitleid etwas Marzipan zum Verzehr - so konnte ich mich wenigstens in Ziel schleppen. Im Stadion der zentralen
Hochschulsportanlage ging es dann wieder besser, aber dieser Energieschub kam für eine Zeit unter 4 Stunden zu spät. So finshschierte ich mit 4:19 eher enttäuscht.


Linzmarathon am 14.04.2002
Endlich konnte ich bei meinem 4. Marathon die 4 Stunden Schallmauer deutlich unterbieten. Bei Temperaturen um 8° C lief ich noch ganz munter nach 3:32 h in das Ziel. Erstmals nahm ich dann die Massage in Anspruch, die ich jedem nur empfehlen kann.
Zum Streckenverlauf:
Linz überraschte mit einer perfekten Organisation und durchdachter Streckenplanung. So wurde der Innenstadtbereich dreimal durchlaufen, was besonders ab km 32 motivierte. Überhaupt zeigten sich die Linzer sehr begeistert und hilfsbereit. Kilometer 0 bis 12 wurden nördlich der Donau im Wohngebiet absolviert und dienten quasi zum Einlaufen. Es folgten 13km durch die Innenstadt und entlang der Donau bis zu einer Steigung bei km25. Dann ging es wieder zurück in den Innenstadtbereich mit 2 km Kopfsteinpflaster, welches eine Runde später auch als Zieleinlauf diente und den einzigen Nachteil darstellte.
Für mich persönlich kam immer zum richtigen Zeitpunkt eine "Zuschauermotivationstelle", was mich aber nicht davon abhielt 3 Gehpausen einzulegen. Einmal bekam ich meinen Energiebeutel nicht auf und zwei andere Male vermutete ich einen Oberschenkelkrampf.
Fazit:
Da laufe ich bestimmt noch einmal und die erste richtige Marathonvorbereitung war sicherlich Grundlage für die neue Bestzeit. Ungewohnt waren nur 1511 Marathonläufer am Start, aber das wird sich auch ändern.
Für München nehme ich mir die Knackung der 3:30 vor, wobei man wahrscheinlich nur etwas mehr beißen muss, das habe ich mir hier in Linz verkniffen - ich halte es auch nicht für notwendig einen Marathon auf allen vieren zu beenden, das kann es nicht sein. Dieser Lauf war für mich der bisher leichteste Marathon, nein - es ist nicht ungewöhnlich, man muss anscheinend nur gewöhnlich trainieren!!

München Medienmarathon 14.10.2002
Heute, 2 Jahre nach meinem Debüt auf der langen Strecke, habe ich die 3:30 geschafft. Das vorherige Training hätte wahrscheinlich auch für mehr gereicht, aber ich konnte ab km30 mein 4:20 min/km nicht mehr halten und lief den Rest mit Blei unter den Schuhen ruhig weiter. Dafür ist es mir diesmal gelungen ohne Gehpausen ins Ziel zu schlürfen.
Der Streckenverlauf war diesmal in Ordnung, Innenstadt, Englischer Garten und dann noch ein bisschen im Olympiapark rumjoggen. Zum Schluss der Einlauf ins Stadion - das war Super. Nicht nur das Wetter spielte mit, auch die Organisation war fast perfekt - vom Gravieren der Medallien einmal abgesehen. Die Sonne leistete einen tollen Beitrag in Verbindung mit Rasenheizung und man konnte es sich auf dem Grün bequem machen. Herrlich!! (Da wo ich lag, hat noch nie ein Fußballer hingespuckt . . .)
So hab ich mich gleich für Hamburg angemeldet und nächstes Jahr dreh ich die auch Münchener Runde noch mal, falls das Ziel wieder das Stadion sein sollte. Die Vorbereitung auf diesen Lauf war aber übertrieben, siehe auch Training.

Bericht vom 18. Hamburg Marathon am 27.04.2003 (Nr. 6) 

Nachdem in der Nacht auf den Renntag eine „Windhose“ Hamburg heimsuchte, herrschte während der Laufzeit eigentlich hervorragendes Laufwetter. Der spanische Sieger Julio Rey (neue Bestzeit und 50.000 EURO) bemerkte in seinem Interview, das ihm der starke Wind eine noch bessere Zeit vermasselt hätte, aber ansonsten war er doch ganz zufrieden. Ich, ganz knapp hinter die Siegergruppe, da sollte ich zumindest laut den Organisatoren starten, legte als Taktik fest, das diesmal die zweite Hälfte schneller gelaufen wird als die Erste. (1:38 und 1:37 = Endzeit 3:15) Ja, nach einem sensationellen Start ging es mit Rückenwind über die ersten 21 km, die auch in der geplanten Zeit absolviert wurden. Begleitet wurden die Läufer von einem total motivierenden Publikum. Die Strecke ist für meine Begriffe nicht überall flach, sondern weist einige leichte Steigungen (km10, 20-25, 36 und zum Schluss den 41er). Am meisten beeindruckten mich die Zuschauermassen an der Elbegegend, in der Innenstadt (Alster) und die Superstelle von km 37 bis km 38 (da erlebte man den totalen Zuschauerzuspruch). Man muss sich einmal vorstellen, das es Zuschauer gibt, die gut vorbereitet, Startnummern von den Läufern runterlesen und in ihren Startlisten den passenden Namen dazu suchten. Ich wurde mit meinem Namen angesprochen, motiviert und auf den Rest der Strecke geschickt. Toll – Super!!!!! Ach ja, ins Ziel bin ich auch wieder gekommen, allerdings mit ein paar Minuten Verspätung 3:25. Vielleicht doch der Wind ?? Bei km 30 war noch eine Zeit unter 3:20 drin, aber das schaffe ich auch irgendwann. Hamburg war super!! Fazit: Es wird immer leichter, die Füße brennen immer weniger und die Erholungszeit ist auch wesentlich kürzer geworden.

Bericht vom Schönbuchmarathon am 25.05.2002 (Nr. 7)

Diesen Genusslauf kann ich eigentlich jedem empfehlen, der nicht auf eine neue Bestzeit aus ist. In Leinfelden läuft man erstmal gemütlich 11 km an einem Fluss bergab, d.h. eigentlich läuft man viel zu schnell, weil es so leicht geht. Dann relativ gerade und wieder 6 km bergauf; die ganze Strecke dann umgekehrt wieder zurück - und schon ist man nach ca. 320 Hm erholt wieder am Start angelangt. Erholt war ich überhaupt nicht, da ich den ersten Teil viel zu schnell gelaufen bin. Nach 4:08 kam ich im letzten Drittel ins Ziel. Ich hätte fast eine neue PB im Halbmarathon aufgestellt, aber die blutigsten Brustwarzen verhinderten den Rekord und so ging ich erst mal zum Sani, der mich gemütlich versorgte - daher auch die 8 hinter den vier Stunden - solange brauchte er nach meiner Stoppuhr. Insgesamt bin ich aber trotzdem zufrieden und freue mich auf den nächsten Stadtmarathon. Die Startgebühren betrugen nur 13,-- Euro!!

XS-Marathon 32,2 KM am 21.09.2003  (zähle ich als Trainingslauf)

Diesen Lauf habe ich mit einer Bikerrundreise kombiniert. Von den 78 Startern waren wahrscheinlich alle etwas von den sommerlichen Temperaturen beeindruckt. Gefallen hat aber nicht nur das Wetter, sondern die perfekte Organisation. Ich hätte bei diesem Lauf fast mein erstes Preisgeld verdient, die verlorene Zeit habe ich einer Banane geschenkt: da mich hungerte, bin ich einfach noch mal zum Jausenstand zurückgelaufen und hab mir so ein gelbes Teil geholt. Kurzer Ratsch und einige lustige Anmerkungen und dann ging es weiter zum 18 Gesamtplatz und 6. in AK. Hier laufe ich bestimmt noch öfters, da auch landschaftlich einiges geboten wird. Das wichtigste ist aber die optimale Streckenlänge: eben halt ein halber Marathon (32,2 km). Diejenigen, die schon mal die volle Länge ausgekostet haben, wissen wo von ich schreibe. Bis zum nächsten Jahr . . .

Medien-Marathon am 12.10.2003  (Nr. 8)

Jawohl, so stellte ich mir von Anfang an die marathonische Laufahngelegenheit vor: Einfach Laufen - und das ging heute ganz gut, und ohne Probleme finishen. Am Schluss war es zwar ein bisschen mühsam, aber für eine neue pers. Bestzeit hat es wieder mal gereicht. Olympiastadion, ich komme -  und irgendwann auch mal in 3:10 oder vielleicht sogar in 2:59:59!!!!!!     Juhu - keine Muskelkater   ---Gedankenstrich ---  war ich vielleicht doch zu langsam?
München hat es  wieder geschafft einen Super-Marathon auf die Füße zu stellen. Lob den Veranstaltern!! Die 10.000 Finisher werden sicher in 2005 erreicht!! Eine sehr nervige Sache gab es doch: Urkundendruckerei:
Eigentlich kein Problem - 5 Euro weniger Startgeld (Traumversion), dafür selbst ausdrucken - ABER NICHT MIT FARBIGEN HINTERGRUND -- FRECHHEIT!! Die meisten spritzen mit Tinte, da schaut so ein armes 50 Gramm Feinschliffdruckspezialsuperqualitätpapierblatt ganz schön blöd aus der Wäsche (Druckerei)
Diese  Dokumente würden neutral gestaltet einem farbigem Papier sicherlich eine würdigere Note geben!
 

Salzburg Marathon am 25.04.2004 (Nr. 9)

Geplant war diesmal die anstehenden zwei HM in nahezu identischer Zeit zu laufen. 1. Runde in 1:37 funktionierte genau nach Plan. Für den zweiten Teil hatte ich mit 1:38 vorgenommen. Ging auch SUPER, bis zum km39 in genau 3:01 Stunden !!-OBERSCHENKELKRAMPF- in einer sehr gemeine Form. Da standen ein paar Betreuer rum, aber keine traute sich mir zu helfen. Bodenlage und lockern, was besseres wusste ich auch nicht. Die Betreuer haben dann etwas Abstand genommen, um mir nicht in mein schmerzverzerrtes Gesicht schauen zu müssen! So nach 7 Minuten hatte ich die Sache wieder im Griff und konnte weiter schlürfen, dann wieder gehen und sogar noch 2km laufen = 3:33.
Schade, ich war mir heute sicher unter 3:20 laufen zu können.
Weitere Versorgung: Fehlanzeige, kein versprochenes Shirt, keine Urkunde und keine angekündigte Medallie. Dafür Kuchen und blauer Saft von Gatorade. Aber ich werde doch wiederkommen, weil mir die Nähe und die Strecke gefallen hat. Weiteres folgt

XS-Marathon 32,2 KM am 19.09.2004  (zähle ich als Trainingslauf)

Wieder mal 32,2 km (Minimarathon) zum Üben. Wie sagt man so schön: Ein Marathon besteht aus Hälften, erst mal 32 km zum Einlaufen und dann wird 10 km gekämpft. Heute war ich zum zweiten Mal Einlaufen und habe in 2:28 einen guten Schnitt hingelegt. Insgesamt bin ich 30 von 93 geworden. Toll war der deutsche Meister über 100km (Jörg Hooß), der die Strecke in 2:03 mit dem Babbyjogger (Kinderwagen) zurück gelegt hat. Hut ab! Mich begeistert aber auch die reizvolle Strecke mit ihren 120 Höhenmetern. 2005 mach Pause, aber 2006 wird wieder genossen!

München Marathon am 10.10.2004 (Nr. 10)

Der zehnte Marathon am 10.10. in vielleicht 3:10. Das wäre ein Traum gewesen. So hatte ich es mir zumindest vorgenommen. Die erste Hälfte in 1:36 und wie gewohnt der Einbruch in der zweiten Hälft, so dass ich hier in 1:44 gestoppt wurde. Ja, das Training noch länger hinaus ziehen, oder gleichmäßiger laufen. Wir werden sehen, so schnell gebe ich nicht auf - die 3:15 sind fällig. An der Betreuung, Organisation und Strecke liegt es jedenfalls nicht, das läuft alles perfekt. Mein Sohn lief die letzten 2 km mit mir und so habe diesen Abschnitt in 9:04 durchlaufen. Ergebnis: 3:21, als 1274 von 10294 (Gesamt). Das ist auch ein Erfolg!

Würzburg Marathon am 17.04.2005 (Nr. 11)

1:36 und 1:49 auf zwei Runden bei guten Bedingungen. Auf zwei Runden war nicht mehr drin.

Weitere Infos/Anregungen - Mail an run@tom42.de